|
|
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Schützenverein Empfingen stellt sich vor |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Vereinsgeschichte mit Bildern als Download | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Vereinsgeschichte des Schützenvereins Freischütz e.V." Empfingen Der Schützenverein, der mit ca. 100 Mitgliedern zu den kleineren Vereinen in Empfingen zählt, gehört dennoch zu den tragenden Säulen des sportlichen und kulturellen Lebens. Die Geschichte des Schützenvereins reicht bis ins Jahr 1912 zurück, denn damals - genau am 29. Dezember- trafen sich im Gasthaus zum Adler einige Männer, deren große Leidenschaft der Schießsport war. Sie hoben den Verein aus der Taufe und gaben ihm den Namen Freischütz". Die ersten Jahre gestalteten sich recht schwierig. Nachdem 24 Männer den Verein gegründet hatten und durch Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen ein gewisses Kapital vor-handen war, wurden schon größere Pläne geschmiedet. Dann unterbrachen jedoch der 1.Weltkrieg und die Nachkriegszeit den Aufbau sieben Jahre lang. Danach erlebte der Verein einen Aufschwung und zählte so schon im achten Jahr seines Bestehens 89 Mitglieder. 1921 entstand der erste Schießstand im vorderen Fichtenwäldle an der Straße nach Haigerloch, wo vier Jahre lang hauptsächlich mit Karabinern auf 100 Meter geschossen wurde. Da nun der Verein auf festen Beinen stand, dachte man schon bald an die Beschaffung einer Vereinsfahne. Diese wurde im Jahr 1922 geweiht und kostete die stolze Summe von 13500 Reichsmark. Bei dieser Fahnenweihe ging es recht feierlich zu, und es wurde ein großes Fest mit Gottesdienst, Umzug und allerlei Vergnügungen veranstaltet. So berichtet es jedenfalls die Hohenzollerische Landeszeitung aus jenem Jahr. 1925 trat man dem neu gegründeten Schwarzwaldgau-Schützenverband Eintracht bei. Links der Straße nach Haigerloch, wo sich heute das Wohngebiet Reichenhalden befindet, wurde eine neue Schießanlage, ein zweistöckiger Bau mit 15-, 50- und 100 Meter Schießbahnen, gebaut. Dieser wurde 1926 mit einem Preisschießen eingeweiht. 1927 war Empfingen Ausrichter des Gau-Schützenfestes, bei dem es ebenfalls ein Preis-schießen gab, dazu einen Festumzug und Tanz. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Preisschießen veranstaltet und besucht, wobei die Empfinger Schützen stets gute Plätze belegen konnten. 1937 wurde dann das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. In den Jahren des 2. Weltkriegs, in denen der Schützenverein herbe Verluste unter seinen Mitgliedern hinnehmen musste, ruhte die Vereinstätigkeit bis zu seiner Neugründung 1951. Drei Jahre später renovierten die Schützen ihr Domizil grundlegend, da dies arg beschädigt war und nach dem Krieg immer wieder Obdachlosen als Unterkunft dienen musste. 1953 war man Mitglied bei der Gründungsversammlung des Schützenkreises Neckar-Zollern und 1954 wurde dessen erstes Gau-Schießen auf der renovierten Schießanlage in Empfingen ausgetragen. Es stand alles zum besten bei den Empfinger Schützen, da erreichte sie unvermittelt die Hiobsbotschaft, dass das Land genau an dieser Stelle eine Wohnanlage bauen will. Also zog man nach vergeblichen Verhandlungen schweren Herzens aus. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen wurde in Wirtshaussälen und -kellern und wo immer es sonst Gelegenheit gab, weiter geschossen. 1960 ließ man sich ins Vereinsregister eintragen und durfte sich von da an e.V." nennen. Ein Jahr später nahm man erstmals an Luftgewehr-Rundenwettkämpfen teil. Schließlich stellte die Gemeinde im heutigen Gewerbegebiet Schießrain ein neues Gelände zur Verfügung, wo von der erhaltenen Entschädigungssumme ein Schützenhaus mit einem 10-Meter Schießstand errichtet wurde, den man 1967 einweihen konnte. Hier wurde fleißig weiter trainiert und bald stellten sich sportliche Erfolge ein. Doch schon bald wurde auch dieses Haus zu klein, denn der Verein wuchs und wuchs. Also wurde die Anlage von 1979 bis 1982 in Eigenleistung erweitert und ein 50- und 25-Meter Schießstand, sowie ein Wirtschaftsraum angebaut. Von den Mitgliedern wurden hierbei 8270 Arbeitsstunden erbracht. Federführend war hier der damalige Vorstand Franz Schäfer am Werk, der mit seiner Baufirma und deren Gerätschaften die nötige Ausrüstung und auch das Fachwissen beisteuerte. Rechtzeitig zum 70-jährigen Bestehen konnte die Anlage 1982 eingeweiht werden und man war mit Recht stolz auf die geleistete Arbeit, da man nun eines der schönsten und modernsten Schützenhäuser im Kreis sein eigen nennen konnte. 1992 wurde dann das 80-jährige Jubiläum gefeiert und für das dabei durchgeführte Pokalschießen ließ man eigens eine Ehrenscheibe schnitzen. 2002 wurde zusammen mit der Ausrichtung des 5. Kreisschützenfestes das 90-jährige Jubiläum an zwei Tagen gefeiert. Zur Förderung der Zusammengehörigkeit in der Schützenfamilie und als Dank an die Mitglieder werden regelmäßig Kameradschaftsabende, Ausflüge, Wanderungen und Grillfeste durchgeführt oder spontane Stammtischfeste veranstaltet. Bei hohen Geburtstagen, Hochzeiten und Taufen der Mitglieder werden unsere Böllerschützen aktiv, die dann mit der selbst gebauten und 1996 staatlich beschossenen Schwarzpulver-Böllerkanone für die richtige Geräuschkulisse sorgen. Eine gelungene Aktion war 1999 die Renovierung der Vereinsfahne, die nun in einem eigens dafür angefertigten Glasschrank im Schützenhaus bewundert werden kann. Die Kosten von über 8000 DM konnten vollständig durch Spenden abgedeckt werden. Mit dieser Fahne nahm der Verein auch im Jahr 2000 am Umzug beim 49. Deutschen Schützentag in Ulm teil. Mit der im Sommer 2000 eingeweihten Tälesee-Halle hatte man fortan auch die Möglichkeit zur Durchführung von großen und hochkarätigen musikalischen und kulturellen Veranstaltungen. Dies wurde auch vom Schützenverein genutzt und so waren wir in den Folgejahren mit Auftritten von Peter Steiner's Theaterstadl, Weihnachten mit Marianne und Michael, Hansi Vogt, alias Frau Wäber und zuletzt auch mit den Kastelruther Spatzen Gastgeber in der Halle. Diese Veranstaltungen waren auch überwiegend gut besucht und mit den Einnahmen konnte so manche Baumaßnahme und Anschaffung für den Verein verwirklicht werden. 2005 waren wir Ausrichter des 48. Landesschützentages, der ebenfalls in der Tälesee-Halle stattfand und bei dem wir über 1000 Gäste begrüßen durften. Eine Mammutaufgabe für unseren kleinen Verein, die wir aber bravourös gemeistert haben. Den Abschluss bildete der Auftritt der Alpen-Rebellen. Auch dieses Event wurde wie viele andere von der Julius-Bauser-Stiftung unterstützt, die kulturelle Veranstaltungen von überregionalem Charakter fördert und um die uns viele Gemeinden beneiden. Auf den Tag genau sechs Jahre später erhielten wir erneut den Zuschlag als Ausrichter des 54. Landesschützentages am 16. April 2011. Dies bestätigte uns in unserem Bemühen und Hoffen, beim letzten Mal alles richtig gemacht zu haben und dass man sich bei uns wohl gefühlt hatte. Auch von unseren Gästen und dem Landesvorstand erhielten wir nur positive Resonanz. Ohnehin ist Empfingen mit seiner zentralen Lage direkt an der Autobahn A81 und dem Sporthotel Empfinger Hof in unmittelbarer Nähe zur Tälesee-Halle ein optimaler Austragungsort für solche Anlässe. Somit konnte auch diese eindrucksvolle Veranstaltung, deren Umzug bei schönstem Wetter stattfand und bei der ein Auftritt von Wilfried Rösch und seine böhmischen Freunde den Abschluss bildete, als weiteres Highlight der Vereinsgeschichte hinzugefügt werden. Auch sportlich sind die Schützen, und vor allem die Schützinnen, aus Empfingen in weiter Runde bekannt. So nehmen regelmäßig einige der ca. 40 Aktiven an Landes- und Deutschen Meisterschaften teil. Erfolge wie der Sieg von Ute Seyfried, Eveline Knells und Gudrun Finkbeiner bei der Landesmeisterschaft 1995 in der Disziplin KK Standardgewehr und auch der 1. Platz von Karin Raible bei der Landesmeisterschaft 2000 mit dem Luftgewehr in der Rollstuhlfahrerklasse sind Beispiele dafür. Seit einiger Zeit hat auch die Trendsportart Sommerbiathlon bei uns Einzug gehalten und dieses inzwischen auf über 20 Schützinnen und Schützen angewachsene Team kann auch schon herausragende Erfolge vorweisen. Bereits 2004, im ersten aktiven Jahr, konnte Julia Baiker einen 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft erringen und seither kamen für sie und die anderen Athleten zahlreiche Podiumsplätze bei verschiedenen Meisterschaften hinzu. Diese Leistungen wurden auch schon mehrmals von Seiten der Gemeinde, dem Schützenkreis und dem Sportkreis bei einer Sportlerehrung gewürdigt. Momentan sind eine Luftgewehrmannschaft, zwei Sportpistolenmannschaften und das Sommerbiathlon-Team als Aktive am Start. Daneben ist man bei den übrigen Rundenwettkämpfen, Pokalschießen und Freundschaftsrunden mit großem Erfolg vertreten. Den aktiven Schützen stehen acht 10-Meter Luftgewehr/-pistolenbahnen, fünf 50-Meter Bahnen und fünf 25-Meter Pistolenbahnen zur Verfügung. Auch Klappziele für die Biathleten sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Allerdings plagen uns, wie so manchen anderen Verein, ständig Nachwuchssorgen, die nur durch den starken Zuwachs an Jugendlichen in der Sparte Sommerbiathlon erfreulicherweise etwas gemildert werden. Leider ist das Schießen in den Augen vieler kein Sport und der Umgang mit Waffen als Sportgerät spätestens seit dem Amoklauf von Winnenden vielen sowieso suspekt. Hier ist bei Eltern, Lehrern und auch Schülern immer wieder Aufklärung nötig. Auch das späte Einstiegsalter von 10-12 Jahren in den Schießsport und das vielfältige Angebot der über 20 Empfinger Vereine macht die Gewinnung von jungen Mitgliedern nicht einfacher. Deshalb werden immer wieder Schnupperschießen und Ferienprogramme mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Auch die Sommerbiathleten werben wo immer möglich für ihren Sport. Sehr erfolgreich ist auch das seit mehr als 40 Jahren durchgeführte Vereinswanderpokalschießen für Laienschützen aus den Vereinen, Gruppen und Kameradschaften der Gesamtgemeinde, das ständig steigende Teilnehmerzahlen verzeichnet und nun schon vier Tage dauert. In jüngster Vergangenheit wurden die 25- und 50 m Schießbahnen und Geschossfänge saniert und schalltechnisch modernisiert, um die Lärmwerte und Auflagen für den angestrebten Großkaliberschießbetrieb und die Erweiterung der Schießzeiten einhalten zu können. Der Außenbereich wurde durch die Verlegung der Umzäunung mit Betonsockel stark vergrößert. Diese Arbeiten waren zugleich auch als Hochwasserschutz notwendig geworden, da bei Starkregen immer wieder Wasser in den Keller des Schützenhauses eindrang. Mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde und den WLSB und zahlreiche Arbeitsstunden der Mitglieder konnte hier Abhilfe geschaffen und neue Ressourcen erschlossen werden. Eine Investition für die Zukunft und die Umwelt war die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schützenhauses. Die Erträge werden künftig dem Verein satzungsgemäß zugute kommen. Bisher entspricht die Stromeinspeisung voll und ganz den Erwartungen oder übertrifft diese sogar deutlich. Dies zeigt, dass diese Entscheidung, trotz der hohen Kosten, richtig und zukunftsweisend war. Zugleich wurde auch das Dach neu eingedeckt, da die Anlage ja mindestens 20 Jahre in Betrieb sein soll. Für die Zukunft ist im Außenbereich die Schaffung eines Sommerbiathlon- und eines Bogenschießstandes geplant. Die Luftgewehrbahn soll mittelfristig auf 10 Bahnen erweitert und mit elektronischen Zielen ausgestattet werden. Auch die Länge soll vergrößert werden, um mehr Platz für das Dreistellungs- und Sommerbiathlontraining zu bekommen. Auch dies wird wieder viel Arbeit mit sich bringen und den Einsatz aller Mitglieder erfordern. Denn wir wollen auch künftig stolz sein können auf unser Schützenhaus und den Verein. Unseren Schützen wollen wir auch weiterhin optimale Bedingungen bieten und unsere Gäste gut bewirten können. Ohnehin bietet sich das Schützenhaus auch für private Feste und familiäre Feierlichkeiten als gemütliche Örtlichkeit geradezu an und wird auch gerne hierzu genutzt. Schließlich feiert unser Verein 2012 sein 100jähriges Jubiläum. Die Planungen dazu sind in vollem Gange, um dieses Ereignis gebührend würdigen und begehen zu können. Unsere Vorstände, die das Geschick des Vereins bisher in Händen hatten und stets gut geleitet haben, waren: 1912-1919 Lambert Brändle, 1954-1971 Max Molitor, 1919-1921 Josef Brendle, 1971-1985Franz Schäfer, 1921-1929 Gebhard Blocher, 1985-1989Lorenz Rebmann, 1929-1930 Ferdinand Stehle, 1989-1993Rolf Welker, 1930-1932 Karl Brendle, 1993-2004Andreas Tietze, 1932-1954 Albert Baiker, seit 2004Andreas Seifer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
(Auszug aus dem Schriftführerbuch) Gründung des Schützen - Vereins Frei - Schütz in Empfingen Gegen Ende des Jahres 1912 hatten sich mehrere Sportslustigen u . Fortschrittlich gesinnten Leute vorgenommen einen Schützen - Verein in unserem Dorfe zu gründen . Da Sie Sich dann soweit entschloßen hatten , sahen Sie in den benachbarten Dörfern die Staduten u . Schießstände ein , als Sie nun sahen etwas leisten zu können beschloßen Sie , am Sontag den 29 . Dezember eine Versammlung darüber einzuberufen , um auch zugleich zu sehen wiefiele sich daran anschließen würden . Auch beschloßen Sie dem Vereine den Namen Frei - Schütz zu geben. Die Versammlung sollte im Gasthaus zum Adler stattfinden . I. Versammlung des Schützen - Vereins Freischütz Die Versammlung Tagte im Gasthaus zum Adler am Sontag den 29 . Dez . nachmittags 3 Uhr . Lambert Brändle eröffnete als profisorischer Forstand die Versammlung mit einer Begrüßungsrede . Tagesordnung war : I. Punkt Verlesung der Staduten II. " Aufnahme der Mittglieder Die Staduten wurden von den Anwesenden als gut beachtet , dieselben sind denen der Umliegenden Dörfern entnommen . Es wurde der Beschluß gefaßt streng nach den Staduten zu handeln , was auch stets im Intreße u . Vorteil von Vereine sein wird . Die meisten der Anwesenden sind dem Vereine sofort beigtreten . Es waren gleich 21 Mittglieder . Es wurde auch gleichzeitig der Beschluß gefaßt auf kommenden Abend im Gasthaus zum Hirsch eine Versammlung einzuberufen btffs . Theater Aufführung . Für Eintritts - Gelder wurden 5 Mark u . für Monatsbeitrag 90 Pf . festgesetzt . Um 6 Uhr wurde die Versammlung mit foller Begeisterung geschloßen . | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach oben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||